Freundesbriefe

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März 2019

Meine lieben Geschwister,

 

ich freue mich euch zu erzählen, was Gott die letzte Zeit bei uns getan hat.

 

Wir hatten von der Baubehörde – im November 2018 - eine Frist von zwölf Tagen bekommen, um eine zusätzliche Dachabdeckung auf das Zentrum aufzubringen. Wenn wir es nicht schafften, würden sie das Zentrum schließen.

 

Erstens hatten wir keine 20.000 € für die Dachpappe, zweitens keinen Dachdecker, drittens war es Winter und für die nächsten Tagen waren Regen und Schnee gemeldet.

Meine lieben Geschwister, ich hatte alle Hoffnungen verloren, ich konnte nicht einmal mehr beten.

Ich wurde wütend und schrie zu Gott: „Wir müssen was klarstellen, du bist Gott und ich bin ein Nichts, du kannst alles und ich kann nichts. Siebzehn Jahre warte ich, dass du Gott, uns ein Zentrum für die Roma gibst. Wenn dieses Zentrum jetzt geschlossen wird, dann packe ich meine Koffer und gehe, dann stehst du alleine da. Du hast sowieso wenige Arbeiter, dann hast du noch einen weniger. Was sollen die Menschen von dir denken nach all den Wundern, die du unter den Roma getan hast? Sie werden über dich spotten und zu uns werden sie sagen: „Na, wo ist jetzt euer Gott? Er hat euch im Stich gelassen!“ Du musst jetzt ein Wunder tun, sonst ist alles aus.“

 

Zwei Tage danach bekam ich das Geld durch einen Bruder. Da erschrak mein Herz, ich konnte es gar nicht glauben, dass ich das Geld zugesagt bekommen hatte. Alle Zweifel, allen Unglauben, was in mir war, das war weg. Preis dem Herrn! Ich schrie durch die ganze Wohnung: „Gott, du hast mein Schreien zu dir gehört und du hast so schnell reagiert! Du bist ein gefährlicher Gott.“ Preis dem Herrn!

Wir hatten nur noch fünf Tage Zeit, um 520 m² Dachpappe aufzubringen. Ein einziger Dachdecker hatte sich bereit erklärt, uns zu helfen. Dann kam das zweite große Problem auf uns zu: Das ganze Jahr hatte es kaum geregnet und ausgerechnet jetzt hatten sie Regen und Schnee gemeldet.

 

Die Dachdecker sagten zu uns: „Wenn es regnet, dann kommen wir nicht.“ Ich war so ermutigt worden und voller Glauben, dass ich zu ihnen sagte: „Es wird nicht regnen und auch nicht schneien, weil wir dafür beten!“ Sie lachten nur darüber. Und tatsächlich regnete es und es fror sogar. Theo, unser Elektriker, und Geschwister aus unserer Gemeinde versuchten dann, das Dach mit Folie abzudecken. Aber in der Nacht kam ein Sturm und wehte die Plane weg. Am nächsten Tag passierte dasselbe. Ich wusste, dass der Teufel dahintersteckt. Ich machte kleine Videos von unserer Situation und bat unsere Gemeinden in Deutschland dafür zu beten. Wir hatten nur noch vier Tage bis zur Abnahme, wenn wir es nicht schafften, würden sie uns das Zentrum zumachen. Wir wussten alle, wenn das Zentrum erst einmal zu ist, wird es nicht mehr aufgemacht werden.

 

Am nächsten Tag regnete es nicht! Preis dem Herrn! Die Dachdecker fingen an zu arbeiten und jeden Morgen trockneten Theo und Marco das Dach für die Dachdecker, damit sie schneller fertig würden.

 

Die Dachdecker sagten jeden Tag zu uns, dass es die ganze Woche regnen und sogar schneien würde. Ich sagte zu ihnen, dass wir beten und dass es nicht regnen würde. Und das sagten wir jeden Tag zu ihnen. Und es regnete die ganze Zeit nicht! Und genau am Stichtag wurden sie fertig. Preis dem Herrn! Ein Dachdecker fragte mich: „Woher kommst du? Wer bist du? Was machst du hier?“ Ich erzählte ihm das Evangelium und dass der Herr Jesus es nicht hatte regnen lassen. Er glaubte es, weil ich es ihnen jeden Tag gesagt hatte, dass wir dafür beten. Nun hatte er es selber erlebt.

 

Ein anderer Dachdecker ging zum Theo und sagte zu ihm: „Ihr könnt jetzt mal beten, dass es regnet!“ Und am nächsten Morgen regnete es und dann fast zwei Monate durchgehend! Durch dieses Ereignis bin ich ein ganz anderer Glaubensmensch geworden, ich danke Jesus dafür.

 

Jetzt müssen wir noch eine Hürde überwinden. Wir haben nämlich noch eine Auflage vom Bauamt bekommen: Wir müssen bis Ende diesen Jahres die Dämmung der Wände des Zentrums fertigstellen. Wenn nicht, müssten wir einen ganz neuen Bauantrag wie zu Anfang stellen. Das wäre eine Katastrophe für uns. BITTE betet, dass wir für die Dämmung die notwendigen Finanzen bekommen.

Zu unserer Weihnachtsaktion „Strahlende Augen“ konnten wir fast 700 Kinder beschenken! Habt vielen Dank dafür!

 

Meine lieben Geschwister, das Zentrum in Rotava ist so umkämpft! Ich denke, dass es ein geistlicher Kampf ist. Wir haben 34 Studenten für die Bibelschule. Die kommen aus der ganzen Region zu uns und unsere Vision wird immer lebendiger. Obwohl wir die letzten Jahre wenig evangelisiert haben, wachsen einige Gemeinden - in Rotava, in Boleslav und in Sluknow. Es kommen immer mehr Menschen zum Glauben. Aber unsere Finanzen reichen nicht mehr aus, um das alles zu tragen, obwohl einige Roma den Zehnten geben und wir davon viel finanzieren können. Aber die meisten Roma sind sehr arm.

 

Meine Geschwister, eins habe ich gelernt: Egal, was passiert, auch wenn unsere Gemeinden oder sogar das Zentrum zugemacht würden: GOTT IST GOTT UND ER BLEIBT GOTT! Amen.

 

Noch zu meiner Familie:

Wir hatten einen langen, schlimmen Winter. Wir kamen uns vor wie eingesperrt, umgeben von Schneemassen. Umso mehr freuen wir uns über jeden Sonnenstrahl. Wir erwarten jetzt sehnsüchtig den Frühling. Claudia hat immer noch Probleme mit ihren Knien, sonst geht es ihr gut. Unsere Peninna wächst und wächst, sie ist schon zwölf Jahre alt. Sie singt mit im Lobpreis und sie ist in der Roma-Tanzgruppe.

Über mich: Ich danke dem Herrn, dass ich ihm dienen darf. Ich denke, als ich unseren Herrn Jesus im Gebet angeschrien hatte, da hat er über mich geschmunzelt!

Ich danke jedem Bruder und jeder Schwester von ganzem Herzen für eure Gebete und eure Gaben.

 

Euer Bruder Rudi.

 

Psalm 20,7

Nun weiß ich, dass der Herr seinem Gesalbten hilft

und ihn erhört von seinem heiligen Himmel,

seine rechte Hand hilft mit Macht.

 

 

 

 

 

Juni 2018

Gott segne euch, meine Geschwister!

 

Schon am Anfang des Jahres ist viel passiert. Gott hat viele Wunder getan und einiges will ich euch davon erzählen.

 

Gebetserhörung, Wunder und Hunger nach Jesus in Boleslav

 

Wir und viele von euch haben so lange dafür gebetet: Endlich hat Micha Kala eine Wohnung in Boleslav gefunden und kann nun täglich den Roma vor Ort dienen. Sie haben so einen großen Hunger nach Jesus, dass die Gottesdienste und Bibelstunden stundenlang andauern. Wir haben in Boleslav auch endlich einen Mietvertrag unterschrieben, durch den wir sechs Stunden pro Woche in einer evangelischen Kirche Gottesdienste feiern dürfen. Diese ist schon so gefüllt, dass kein Platz mehr für weitere Geschwister ist, aber wir danken Gott, dass wir dort bleiben dürfen.

 

Außerdem passierte vor einigen Wochen etwas Gewaltiges in Boleslav: Eine junge Frau, die gläubig geworden war, wurde krank und musste operiert werden. Dabei hatten die Ärzte sie an der Wirbelsäule schwer verletzt. Die Folge war, dass sie querschnittgelähmt wurde und dreißig Tage lang ziemlich bewegungsunfähig im Bett lag. Plötzlich kam ein Mann in weißer Kleidung in ihr Zimmer. Sie dachte, es sei ein Arzt. Dieser Mann sagte zu ihr: Steh auf geh dich waschen! Und sie antwortete: Ich kann nicht aufstehen. Doch er ermahnte sie und sagte wieder: Steh auf! Daraufhin stand die Frau auf und war komplett geheilt. Die Ärzte waren geschockt. Sie konnte nach Hause gehen. Als das ihre Familie hörte und sah, wurden sie alle gläubig. Halleluja! Zur selben Zeit, während die Heilung passierte, war Micha Kala in der Wohnung der Eltern der Frau und betete für sie.

 

100 km von Boleslav entfernt, wo dies geschehen war, leben 800 Roma im Ghetto und diese wollen alle das Evangelium erfahren! Amen!!


Arbeit in den bestehenden Gemeinden und ihre Früchte


Seit Jahren sind wir dabei, unseren Jugendlichen zu helfen, selbstständig zu werden und nicht mehr von Sozialhilfeleistungen abhängig sein zu müssen. Langsam trägt diese Arbeit Früchte. So haben z.B. Anetta, Eda, Radek und Micha ihren Führerschein geschafft. Einige Roma haben auch in Deutschland eine Arbeitsstelle gefunden. Ihre Arbeitgeber sind sehr zufrieden mit ihnen. Preist den Herrn!

 

In Zukunft wollen wir uns noch intensiver für die Kinder einsetzen, damit sie eine stärkere Beziehung zu unserem Herrn Jesus Christus und eine neue Perspektive im Leben bekommen. Deswegen haben wir Julka aus Rotava und Delischa aus Sokolov im April auf ein Kinderseminar nach Kladno geschickt. Die Arbeit mit den Kindern ist so wichtig, denn die meisten Eltern waren oder sind stark alkohol- und drogensüchtig.

Zentrum in Rotava


Gott ist hier mächtig am Wirken und tut große Wunder. Wenn alle Geschwister da sind, ist die Gemeinde so gefüllt, dass diese auch schon zu klein geworden ist. Preist den Herrn! Es ist noch viel zu tun und Johann K. ist mit seinem Herzen voll dabei. Er hat jetzt unsere tschechische Übersetzerin Rosi geheiratet! Am 16. Juni hatten wir im Zentrum einen sehr schönen Traugottesdienst. Er wird nach Sokolov ins Haus seiner Frau umziehen. Im Sommer wollen wir auf dem Grundstück des Zentrums ein Zeltlager für Jugendliche veranstalten.

 

Einsatz von Herzwerk


Für 14 Tage besuchte uns die Missionsgruppe Herzwerk aus Wiedenest. Diese evangelisierte in Boleslav, Rakovnik und Rotava, veranstaltete ein Fußballturnier und leitete einen Gottesdienst in Boleslav. Dort kam eine ganze Familie zum Glauben! Preist den Herrn! Es war eine sehr gesegnete Zeit und ich danke Gott, dass sie wiederkommen möchten.

 

Jesus befreit von Süchten


In Rotava und Kraslice haben wir für viele Roma gebetet, die alkohol - u. drogensüchtig waren. Diese wurden von Jesus davon befreit und das sogar ohne Entzugserscheinungen. Ich danke Jesus, dass sie frei geblieben sind. Meine lieben Geschwister, so etwas kann nur Gott tun. Und jedes Mal, wenn ich das erleben darf, bin ich trotzdem immer wieder neu überrascht, wie Jesus wirkt. Auch diese Geschwister haben eine Arbeit gefunden sowie ihre eigene Wohnung.

Zur Familie

 

Claudia hilft im Second Hand Laden mit und unterstützt Elke Steigner bei den Frauenstunden. Bitte betet für sie, da sie ist vor einiger Zeit gestürzt ist und nun am Meniskus operiert wurde. Gegen die Schmerzen hat sie Spritzen bekommen. Jetzt geht es wieder einigermaßen. Auch ich habe seit Monaten Herzprobleme wie Herzrasen und Atemnot. Es ist dank Jesus weg, aber bitte betet für mich, dass es wegbleibt und ich gesund bleibe. Unsere Pennina singt im Lobpreis, welches ihr große Freude bereitet.

Wir brauchen euer Gebet und eure Unterstützung!

 

Liebe Geschwister, Gott wirkt so gewaltig und die Arbeit weitet sich stark aus. Wir wissen von ca. 20.000 Roma in Tschechien die das Evangelium hören wollen. Doch wir stoßen ständig an unsere Grenzen, sowohl personell als auch finanziell. Deswegen können wir nicht zu ihnen fahren und ihnen nicht die frohe Botschaft sagen.

 

Deshalb bitten wir dringend um eure Unterstützung:

 

  • Bitte betet für die Bibelschule: Zur Zeit wird sie von 30 Studenten aus Boleslav, Rakovnik, Vresova und Rotava besucht. Wir bilden die Mitarbeiter schon im Schnelldurchlauf aus, um sie schnell einsetzen zu können. Betet für diese Schüler und betet für die Menschen, die gläubig geworden sind, dass sie im Glauben bleiben und Jesus wirklich nachfolgen!

 

  • Zur Zeit fehlt uns Geld für Mitarbeiter, Mieten und alle Ausgaben, die mit Evangelisation und Gemeindegründung zu tun haben, wie z.B. die hohen Benzinkosten für die Fahrten. Auch für sämtliche Bautätigkeiten fehlt uns das Geld. So haben wir einige Arbeiten stilllegen müssen, obwohl noch so viel fertig zu stellen ist. Am Zentrum sind noch Arbeiten an den Außenwänden zu machen und der große Platz hinter dem Haus ist nicht fertig gestellt. Das neue Haus in Klingenthal muss winterfest gemacht werden, vor allem die neue Gastherme. Johann möchte gern die Renovierungen und Ausbesserungen an der Villa zu Ende bringen.

 

  • Ich brauche dringend einen Mitarbeiter, der sich unter die Roma berufen weiß, bereit ist, Tschechisch zu lernen und – wenn möglich – eine gemeindliche Sendung und Unterstützung erhält. Bitte betet doch sehr dafür!

 

Danke für eure Gebete und Spenden, meine lieben Geschwister!


Euer Bruder Rudi Walter

November 2017

Gott segne euch, meine Geschwister!


Ich will euch erzählen, was in der letzten Zeit passiert ist:

 

Große Taufe im September

 

Am 29. September (Freitag) kamen die Geschwister aus Boleslav nach Rotava. Sie waren alle sehr aufgeregt. Ich machte mit ihnen Taufunterricht und danach feierten wir bis zum Abend Gottesdienst. Sie waren voller Freude und sie konnten es nicht erwarten, getauft zu werden.

 

Am Samstag kamen dann noch Geschwister aus Rakovnik, Kraslice und aus Sokolov nach Rotoava. Insgesamt hatten wir 44 Täuflinge. Es hatten sich zwar 50 angemeldet aber einige aus Boleslav hatten kein Auto zur Verfügung und konnten deswegen nicht kommen. Als es dann endlich losging, waren wir alle so erfüllt mit dem Geist Gottes und spürten Seine Gegenwart. Der Taufgottesdienst begann um 13 Uhr und endete 19 Uhr. Die Zeit verging so schnell, dass wir gar nicht merkten, dass es schon 19 Uhr war.

 

Am Sonntag haben einige Täuflinge Zeugnisse gegeben. Von jeder Familie erzählten ein bis zwei Personen, was Jesus in ihrem Leben getan hat. Was wir da hörten, war beeindruckend. Ein Zeugnis ist mir persönlich sehr ins Herz gegangen. Es ist unglaublich, wie Gott an dieser Frau gewirkt hat.

Seit sie 6 Jahre alt ist, hat sie eine chronische Darmentzündung. Als sie Jesus angenommen hat, haben viele Geschwister für sie gebetet. Die Krankheit ist komplett weggegangen. Sie hat keine Entzündungen und Knoten mehr im Darm. Zwei Ärzte haben ihr bestätigt, dass sie nicht mehr krank ist. Wir waren alle begeistert, was Jesus an ihr getan hat.

 

So feierten wir drei Tage lang diesen Taufgottesdienst. Den Getauften ist richtig klar geworden, dass sie mit Jesus Christus gestorben und auferstanden sind. Dass sie neues Leben bekommen haben, ist ihnen ganz neu bewusst geworden.

 

Wir beschlossen, dass wir einmal im Monat mit allen Gemeinden aus der Region zusammen Gottesdienst feiern und gemeinsam Mittag essen. Denn wir haben gemerkt, dass Gemeinschaft wirklich verbindet und versöhnt.

 

 

 

Bild links: Unsere Bibelschule im neuen Ausbildungszentrum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bekehrung im Hauskreis

Am 1.11. durften wir im Hauskreis in Kraslice Gottes gewaltiges Wirken erleben.

 

Seit einigen Monaten treffen wir uns zum Frühgebet und schon seit einigen Jahren zum Abendgebet. Wir beten darum, dass Gott Gnade schenkt und Menschen errettet. In den letzten Tag hatte Marek  es auf dem Herzen, raus auf die Straße zu gehen und die Menschen anzusprechen. Und tatsächlich hat er gestern zwei Frauen angesprochen und sie zum Hauskreis eingeladen. Erst wollten sie nicht, aber dann kamen sie doch. Wir redeten mit ihnen über Jesus. Aber eine der Frauen sagte: „Ich glaube nicht an Gott, ich glaube nicht an Gott!“ Sie erzählte: „Mein Sohn ist herzkrank. Er ist mehrmals operiert wurden. Er ist so schwerkrank, dass der Arzt sagte, `Ihnen kann nur noch Gott helfen.´“

 

Und tatsächlich starb ihr Junge. Er war 30 Minuten tot. Dann erinnerte sich die Frau an die Aussage des Arztes: "Ihnen kann nur noch Gott helfen!" Da schrie sie zu Gott, dass Er ihnen hilft. Und plötzlich wachte der Junge auf und sagte: „Mama!“ Vor Schreck wurden ihre Haare schneeweiß. Der Junge lebt tatsächlich! Trotzdem konnte sie nicht an Gott glauben. Und heute Abend im Hauskreis, eben vor einer Stunde, hat sie und die andere Frau ihr Leben Jesus Christus gegeben.

Sie haben den Geist Gottes bekommen und sind wirklich Gottes Kinder! Halleluja!

Das macht eigentlich nur Gebet. Wir wollen Gott die Ehre geben!

 

Ich möchte mich bei allen bedanken, die ihre Gaben geben und für uns beten.

 

Euer Rudi Walter

August 2017

 

Gott segne euch, meine Geschwister!

 

Verzeiht mir, dass ich jetzt erst schreibe. In der Zwischenzeit ist so vieles passiert. Nach drei Jahren Arbeit ist das Zentrum für die Roma in Rotava fertig! Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben. Nach 16 Jahren Suche darf ich das erleben, dass die Roma endlich ein eigenes Zentrum haben. Preist den Herrn! Ich danke unserem Herrn Jesus dafür, dass Er so viele Menschen aus
Deutschland gerufen hat, um das Zentrum fertig zu bauen. In den letzten Jahren wurden die Roma aus ihren gemieteten Räumen immer wieder vertrieben. Das hat jetzt aufgehört. Endlich haben die Roma etwas Eigenes, was ihnen keiner mehr wegnehmen kann. Daran müssen sie sich jetzt erst einmal gewöhnen.

 

 So ein christliches Zentrum ist für die Roma in Tschechien einmalig. Und dafür danke ich Gott und euch, dass ihr es durch eure Gebete und Gaben ermöglicht habt!

 

Seit wir das Zentrum am 10. Juni 2017 eröffnet haben, haben wir dort schon einige Veranstaltungen durchgeführt. Eine davon war ein großes Fest, bei dem alle Gemeinden zusammenkamen. Es fing mit einem Gottesdienst an und endete mit einem gemeinsamen Essen und Tanz.

Die neue Roma-Gemeinde aus Boleslav

 

... ist ein gewaltiger Segen für uns alle gewesen. Sie machen jeden Samstag Hauskreis von 15 Uhr bis 2 Uhr nachts. Sie bringen sogar das Essen mit und wollen gar nicht nach Hause gehen. Die Gottesdienste dauern drei Stunden, sie würden auch länger dauern, aber sie dürfen nur von 15 bis 18 Uhr dort bleiben. Auch hier bei uns haben sie bis zwei Uhr nachts gesungen, gebetet und davon erzählt, was Gott alles in ihrem Leben verändert hat. Preist den Herrn!

Auf unserem Fest tanzten die Roma vor Freude, dass sie Jesus kennen lernen durften. Die Roma in Boleslav waren 30 Jahre zerstritten. Sie redeten nicht miteinander. Bis wir kamen und ihnen das Evangelium predigten. Seitdem sind sie alle wieder vereint zusammen. Sie beten, singen und gehen zusammen in die Gemeinde. Und überall erzählen sie, was Jesus in ihrem Leben getan hat.

 

Die Arbeit unter den Frauen

 

Seit wir die Frauenarbeit mit Elke Steigner haben, wachsen unsere Frauen mehr im Glauben. Wir hatten eine Frauenfreizeit, bei der sie die Gemeinschaft und den geistlichen Austausch untereinander sehr genossen haben.

 

Evangelisation in Sokolov und Chodov

 

Seit langem haben wir wieder angefangen, zu evangelisieren: In der Stadt Sokolov und in Chodov. In Chodov haben sich mehr als 30 Menschen für Jesus entschieden. Und schon wieder haben wir das Problem, sie zu sammeln, um sie zu lehren. Wir haben vor Ort keinen Raum.

 

Die Wirkung des Zentrums

 

Wir wissen, dass die Roma auf der ganzen Welt kein eigenes Land haben, sie sind neben den Juden das ungeliebteste Volk. Überall werden sie abgelehnt. Sie wirken wie ein Fremdkörper in jedem Land. Nun haben sie ein eigenes Zentrum. Dadurch wissen sie, dass sie wertvoll sind. Und das gibt ihnen ein Selbstwertgefühl. Unser Zentrum
wirkt jetzt schon in Tschechien wie ein Leuchtturm. Viele Tschechen und Roma fragen ganz neugierig, wie das zustande gekommen ist, dass die Roma ein eigenes Zentrum haben. Schon tschechische Sozialarbeiter und die Polizei kamen zu ins Zentrum und fragten uns, warum sich die Roma so radikal verändert haben. Wir erzählten ihnen, dass das Jesus gemacht hat. Und sie glaubten das. Denn so etwas gab es vorher in Rotava noch nie. Amen! Seit fünf Jahren beten wir jeden Abend von Montag bis Freitag und seit vier Wochen treffen wir uns auch zum Frühgebet. Durch unser Gebet hat Jesus
die ganze Stadt Rotava verändert.

 

Die Bürgermeisterin aus Rotava wollte mit mir und Micha reden. Sie sagte uns, dass sie von unserer Arbeit begeistert ist. Sie sieht, dass sich die Stadt durch unsere Arbeit verändert und dass wir für die ganze Stadt ein Vorbild sind. Deswegen hat sie drei junge Männer aus
unserer Gemeinde als Hilfspolizisten für Rotava angestellt! Wahrhaftig hat Jesus die ganze Stadt durch Sein Wirken verändert. Menschen, die jahrelang drogen- und alkoholsüchtig waren, Depressionen hatten oder krank waren, hat unser Herr Jesus von jetzt auf gleich geheilt. Das wurde in ganz Rotava sichtbar.

 

Die Gemeinde in Boleslav

 

Auch in der Stadt Boleslav wundern sich die Roma, was unter ihnen passiert. Immer wieder müssen wir sagen, dass das unser Herr Jesus war. Dort kommen jede Woche immer mehr Menschen zu Jesus. Halleluja! Leider haben wir immer noch keinen eigenen Gemeinderaum. Wir sind in der evangelischen Kirche geduldet und dürfen nur begrenzt am Samstag und Sonntag die Räume nutzen. Das große Wirken von unserem Herrn Jesus bringt uns ganz schnell an unsere Grenzen. Wir erleben, dass Jesus
Menschen in ihrem Denken sofort verändert. Sie fangen an, die Bibel zu lesen, sie verändern ihre Redensart. Man könnte denken, dass sie schon immer so waren. Dabei waren sie gestern noch ganz anders. So was kann nur unser Herr Jesus machen! Preist den Herrn!

Nur wir wissen nicht mehr, wie es mit ihnen weitergeht. Die meisten Roma haben kein Auto und können nicht zur Gemeinde kommen. Denn am Sonntag fahrenkeine Busse und viele wohnen außerhalb der Stadt. Sehr viele Roma wollen zur Gemeinde kommen, aber sie haben auch kein Geld, um mit der ganzen Familie mit dem Zug zu fahren. Sie sind arm, einige haben wenig oder gar nichts zu essen. Die Gemeinde Rotava versorgt einige Familien mit Lebensmittel. Jetzt kommt hinzu, dass bei Michas Auto, der jedes Wochenende von Rotava nach Boleslav fährt, das Getriebe kaputtgegangen ist.

Nun hat er kein eigenes Auto mehr, um nach Boleslav zu fahren. Er hat dort auch noch keine Wohnung. Und wenn er eine hätte, hätten wir nicht genügend Geld für die Miete.

 

Neue Prediger

 

Wir haben wenige geschulte Romamitarbeiter. Aber nach intensiver Schulung haben wir vier neue Prediger eingesetzt. Sie dienen in den Städten Rotava, Vresova, Sokolov, Kraslice, Rakovnik, Olovi und Boleslav.

 

Praktikantin aus Wiedenest

 

Für den ganzen August haben wir hier eine Praktikantin, Kathleen, aus der Bibelschule Wiedenest. Sie macht einen gewaltigen Dienst an den Roma. Die Roma haben sie in ihr Herz geschlossen. Wenn sie wieder geht, weiß ich jetzt schon, dass Tränen fließen.

 

Großtaufe im September und Bibelschule ab Oktober

 

Am 30. September 2017 haben wir eine Großtaufe, bei der sich über 50 Roma taufen lassen wollen. Die meisten von ihnen kommen aus Boleslav. Das wollen wir in unserem neuen Zentrum feiern. Amen! Ab Oktober fängt wieder die Bibelschule an. 20 neue Studenten aus Boleslav haben sich angemeldet. Preist den Herrn! Das gibt uns große Hoffnung für Boleslav.

 

Zu meiner Familie

 

Pennina geht seit diesem Schuljahr auf eine christliche Schule in Schöneck. Dort fühlt sie sich sehr wohl. Dafür bin ich Gott dankbar. Meine Frau Claudia hilft in den Second-Hand-Läden und bringt sich in die Frauenarbeit mit Elke Steigner ein.

 

Meine lieben Geschwister und Freunde der Roma-Arbeit, durch eure Gebete und Gaben, durch praktische Hilfen habt ihr einen großen Anteil an dem, was hier passiert. Dafür danke ich euch von ganzem Herzen! Damit hinterlasst ihr ein Erbe für ein ganzes Volk und für die Ewigkeit beim Herrn. Diesen Lohn kann euch keiner wegnehmen.

Preist den Herrn!

 

Euer Bruder im Herrn Rudi Walter

 

Gebetsanliegen: Bitte betet

  • dass Micha eine günstige Wohnung und wir eigene Gemeinderäume in Boleslav bekommen
  • dass wir ein gebrauchtes Getriebe für sein Auto bekommen

Februar 2017

 

 

Gott segne euch, meine Geschwister. Ich will euch erzählen, was unser Gott die letzten Monate

bei uns getan hat.

 

Die Weihnachtsaktion (Strahlende Augen) im Dezember 2016 war ein großer Segen. Wir konnten

über 500 Kindern Weihnachtsgeschenke geben. Eine Gruppe aus der Gemeinde Treffpunkt Leben

aus Erkrath überbrachte ihnen die Geschenke, und sie erzählten ihnen die Weihnachtsgeschichte.

Die Kinder und die Erwachsenen waren begeistert! Gott wirkte mächtig unter ihnen: 30 Menschen

nahmen den Herrn Jesus in ihre Herzen, Preis dem Herrn!

 

Vor zwei Monaten starb ein junger Mann in Boeslav. Die Stadt liegt 50 km hinter Prag. Die Eltern

von dem Jungen fragten Micha, ob er auf der Beerdigung singen könnte. Micha sagte zu. Zu der

Beerdigung kamen ca. 300 Roma, Micha sang Lobpreislieder. Nach der Beerdigung kamen einige

Männer, die verantwortlich sind für die Roma, zu Micha, und sagten ihm, sie hätten noch nie

solche Lieder gehört und sie hätten sich gar nicht auf den toten Jungen konzentrieren können. Sie

fragten Micha: „Wer kann uns den Weg zu Jesus zeigen?“ Micha sagte: „ICH kann euch den Weg

zeigen.“ Die 300 Roma gingen wieder in ihre Städte und Dörfer zurück und erzählten ihren

Angehörigen und Bekannten, was sie auf der Beerdigung erlebt hatten.

Schloßstr. 9, 08248 Klingenthal

Eine Woche später riefen die Verantwortlichen Micha an und sagten: „Lieber Micha, in unserer

Stadt leben 2.500 Roma, die wollen den Weg zu Jesus gezeigt bekommen!“ Einige Tage später

riefen noch zwei Männer an. Der eine sagte: „Bei uns leben 3.000 Roma.“ Der andere sagte: „Bei

uns leben 2500 Roma, die wollen alle den Weg zu Jesus wissen.“

Als ich diese Nachricht hörte, glaubte ich es nicht. Ich ließ Micha mehrmals dort anrufen, ob es

wirklich so sei und Micha bestätigte es mir jedes Mal.

Ich sagte zu Micha: „Wir müssen die Kosten überschlagen. Wenn sich Menschen zu Jesus bekennen,

musst du dort hin. Zweitens brauchen wir Geld. Drittens haben wir dort keine Räume.“

Wir beteten ca. zwei Monate, dass uns Gott zeigen soll, ob wir dort eine Evangelisation machen

sollen. Ich wollte unbedingt von Gott bestätigt haben, ob das sein Wille ist.

Eines Tages kommt Micha zu mir und sagte: „Ich werde mit meiner Frau nach Boeslav gehen.“ Kurz

danach bekamen wir die Finanzen für ein halbes Jahr und wir konnten für drei Stunden einer

ersten Versammlung einen Raum mieten. Ich nahm es als eine Bestätigung vom Herrn.

 

Mit viel Gebet bereiteten wir uns vor, in den geistlichen Krieg zu ziehen. Ich wusste, dass es für uns

die größte Herausforderung sein wird.

In Boeslav machten wir die erste Evangelisation und es kamen 120 Roma zum Gottesdienst. Sie

hörten das Evangelium, der Geist Gottes wirkte so mächtig, dass alle Roma Jesus in ihre Herzen

aufnahmen. Preis dem Herrn. Die Woche darauf nahmen 20 Roma Jesus an.

Meine lieben Geschwister, das wird jetzt in der Region so weitergehen. Mir wird immer mehr

bewusst, wie wichtig ein Schulungs- und Gemeinschafts-Zentrum für die Roma ist. Denn die Roma

besitzen kein eigenes Land, kein eigenes Zentrum, und das Schlimmste ist, dass kein Land sie

haben möchte. Das erleben wir täglich, das ist wirklich wahr. Unsere historische Geschichte

beweist das. Nur einer liebt sie, und das ist unser Herr Jesus. Er will alle Roma haben.

 

Die bestehenden Arbeiten

 

Wir haben momentan neun Gemeinde-Gründungsarbeiten und wachsen weiter.

Durch unsere Bibelschule konnten wir vier Roma in den geistlichen Dienst einsetzen.

Für die Jugendarbeit haben wir zwei junge Leute aus der Nähe von Klingenthal gefunden: Michael

und Melina. Sie machen eine wunderbare Arbeit.

 

Zur Gemeinde Rotava:

 

Da regnet es durch die Decke in den Flur und in den Gemeinderaum. Es stinkt und alles ist nass,

aber der Besitzer kümmert sich nicht darum. Es wird Zeit, dass wir ins Zentrum umziehen.

 

Zum Zentrum:

 

Endlich wird es wärmer, der Schnee schmilzt, wir können weiter im Zentrum arbeiten.

Die Fenster sind eingebaut, Preis dem Herrn. Die Elektrik ist fast fertig, wir brauchen jetzt noch die

Gas-Therme und verschiedene Materialien. Ein Anliegen: Der Elektriker der Stromgesellschaft

wollte schon im Dezember 2016 kommen, jetzt ist es fast März und wir haben keine feste Zusage

von ihm Der Mann muss den Anschlusskasten für Strom am Haus anbringen.

 

Was wir brauchen:

 

Alle Geschwister, die an der Roma-Arbeit beteiligt sind, brauchen sehr viel Gebet, damit uns Gott

die Kraft schenkt, durchzuhalten.

Betet auch, dass wir in diesem Frühjahr ins Zentrum umziehen können.

Wir brauchen einige Autos für die Gemeindearbeit. Unsere Übersetzerin Rosi ist eine der

wichtigsten Mitarbeiter und sie braucht ein Auto. Ihr Wagen ist schon wieder kaputtgegangen.

 

Gebrauchte Kleidung

 

Ich sage das nicht gerne, aber es ist nötig. Wir bekommen immer wieder Kleidung, die kein

Mensch in Deutschland mehr anziehen würde. Auch hier weiß man, was modisch ist und einem

gutsteht. Wir brauchen die Kleidung für unsere Second-Hand-Läden, denn mit deren Einnahmen

unterstützen wir die Gemeindearbeit!

 

Johann Kirylow

 

Bitte betet, dass der Herr Johann Gnade schenkt, damit er gesund bleibt. Johann arbeitet

unermüdlich am Zentrum. Im geistlichen Dienst hilft er uns auch.

Ich danke dem Herrn für jeden, der uns hilft, das Reich Gottes zu bauen.

 

 

Eure Geschwister im Herrn Rudi und Claudia Walter

 

 

Matthäus 11:28-30

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch

mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe

finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

 

 

 

 

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